Einspeisen lohnt sich nicht mehr
Die Anlage läuft seit ein paar Jahren, der Einspeisetarif ist gesunken. Jede Kilowattstunde, die im Haus bleibt, ist mehr wert als drei, die ins Netz gehen.
Energiemanagement · Oberösterreich
Die PV-Anlage liefert mittags 8 kW, die Wärmepumpe heizt trotzdem abends mit Netzstrom, und das Auto lädt, wann es will. Energiemanagement lenkt den Überschuss dorthin, wo er etwas bringt: in den Warmwasserspeicher, in die Wallbox, in die Batterie. Ich verbinde Wechselrichter, Wärmepumpe und Wallbox mit Home Assistant oder Loxone, baue die Überschusslogik und ein Dashboard, auf dem du siehst, was das Haus gerade tut. Herstellerübergreifend und lokal.
Die Anlage läuft seit ein paar Jahren, der Einspeisetarif ist gesunken. Jede Kilowattstunde, die im Haus bleibt, ist mehr wert als drei, die ins Netz gehen.
SG-Ready-Kontakt unbelegt, Modbus ungenutzt. Mit Steuerung hebt die Wärmepumpe mittags die Speichertemperatur an und läuft abends weniger.
Phasenumschaltung, Mindeststrom, Zielzeit bis morgen früh: die Steuerung übernimmt das, ohne dass du an der App drehst.
| Uhrzeit | Was passiert | Warum |
|---|---|---|
| 06:30 | Wärmepumpe läuft auf Normalbetrieb, Batterie deckt den Frühstücksverbrauch. | Noch keine PV, Netzbezug vermeiden. |
| 10:00 | PV übersteigt den Hausverbrauch. Die Batterie lädt zuerst. | Speicher für den Abend füllen. |
| 11:30 | Batterie bei 80 %. Die Wärmepumpe bekommt das SG-Ready-Signal und hebt Warmwasser auf 55 °C. | Wärme ist der günstigste Speicher im Haus. |
| 12:30 | Überschuss 5 kW. Die Wallbox startet einphasig mit 6 A und regelt mit der Sonne mit. | Laden nur aus Überschuss, kein Netzbezug. |
| 15:00 | Wolken. Wallbox pausiert, Heizstab im Boiler bleibt aus. | Lieber warten als Netzstrom laden. |
| 17:30 | Batterie versorgt Kochen und Licht, Wärmepumpe auf Absenkung. | Abendspitze aus dem Speicher. |
| 02:00 | Dynamischer Tarif günstig: Wallbox lädt den Rest bis zur Zielzeit 06:00. | Auto ist morgens voll, zum niedrigsten Preis. |
Wie derselbe Tag ohne Steuerung aussieht und warum Warmwasser vor dem Batteriespeicher kommt, zeigt der Ratgeber PV-Überschuss nutzen: Wärmepumpe, Wallbox oder Speicher zuerst.


Fronius, SMA, GoodWe, Huawei, Solaredge, Kostal per Modbus TCP oder lokaler API. Batteriespeicher von BYD, Fronius, Huawei. Ohne passende Schnittstelle misst ein Shelly 3EM Pro am Zähler.
SG-Ready-Kontakt über Aktor oder direkt per Modbus (Lambda, Vaillant, Viessmann, Stiebel Eltron, Daikin, Nibe). Warmwasser-Anhebung, Heizkurven-Offset, Absenkung.
go-e, KEBA, Fronius Wattpilot, openWB, Easee mit lokaler Steuerung: Überschussladen, Phasenumschaltung, Mindestladung bis Zielzeit.
Shelly oder Loxone schalten Heizstab, Poolpumpe und Wärmepumpe des Pools nach Überschuss, mit Vorrang-Reihenfolge.
Erzeugung, Verbrauch, Einspeisung, Ladezustand und Eigenverbrauchsquote auf einen Blick, am Handy und am Wandtablet. Monatsauswertung inklusive.
Home Assistant oder der Loxone-Energiemanager, je nachdem, was im Haus ist. Beides lokal, ohne Cloud. Mehr zu Home Assistant und Loxone.

Nach der Bestandsaufnahme bekommst du ein individuelles Angebot passend zu deinem Projekt.
Anbindung, Überschusslogik, Dashboard, Nachjustierung
Ohne Steuerung geht Überschuss für ein paar Cent ins Netz und abends kaufst du Strom für ein Vielfaches zurück. Mit Steuerung heizt die Wärmepumpe den Speicher mittags vor, die Wallbox lädt nur aus Überschuss und der Boiler wird zum Puffer. Je nach Anlage steigt der Eigenverbrauch von 30 auf 50 bis 70 Prozent.
Wärmepumpen mit SG-Ready oder Modbus (Lambda, Vaillant, Viessmann, Stiebel Eltron, Daikin u. a.), Wallboxen mit lokaler Schnittstelle (go-e, KEBA, Fronius Wattpilot, openWB), Wechselrichter von Fronius, SMA, GoodWe, Huawei, Solaredge, Batteriespeicher, Heizstäbe und Boiler über Shelly oder Loxone.
Eines von beiden als Zentrale. Wenn schon Loxone im Haus ist, nutze ich den Energiemanager von Loxone. Sonst Home Assistant, das mit fast jedem Wechselrichter und jeder Wärmepumpe spricht. Beides läuft lokal, ohne Cloud.
Das Energiepaket mit Anbindung von Wechselrichter, Wärmepumpe und Wallbox, Überschusslogik, Verbrauchsdashboard und Einweisung wird individuell nach Umfang kalkuliert. Zentrale und Zähler nach Stückliste, falls noch nicht vorhanden.
Ja. Home Assistant kennt die Stundenpreise von aWATTar, Tibber und der EPEX-Börse. Wärmepumpe und Wallbox laufen dann bevorzugt in günstigen Stunden, sofern keine PV da ist.
Meist gar nichts. Den Zähler setze ich selbst: Ein Shelly Pro 3EM auf der Hutschiene misst alle drei Phasen, damit die Steuerung den Überschuss kennt. Seine Stromwandler werden nur um die Leitungen geklemmt, am Stromkreis ändert sich nichts. Nur für einen neuen Stromkreis, etwa für eine Wallbox, kommt dein Elektriker dazu.
Wärmepumpe, PV und Speicher in einer Zentrale, in zwei echten Häusern.
Referenz
Mein eigenes Haus · Bezirk Wels-Land
PV, Speicher, Wärmepumpe und Shelly-Zähler in Home Assistant, mit Solarprognose für den Tag.
Zum Projekt →
Referenz
Mehrfamilienhaus · Bezirk Perg
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Schreib mir, welcher Wechselrichter, welche Wärmepumpe und welche Wallbox im Haus sind. Ich sage dir innerhalb von zwei Werktagen, was sich anbinden lässt und was es bringt.