Zwei Systeme, zwei Bauweisen
Loxone kommt aus Kollerschlag im Mühlviertel: Im Verteiler sitzt der Miniserver, daran hängen Taster, Aktoren und Sensoren aus dem eigenen Sortiment, über Loxone Tree verkabelt oder per Loxone Air gefunkt. Home Assistant ist freie Software auf einem kleinen Rechner und bindet über 2.000 Gerätetypen ein, die meisten Hersteller direkt und lokal.
Loxone: alles aus einer Hand
Der Partner richtet mit Loxone Config ein. Mehr unter Loxone planen und programmieren.
Home Assistant: offen, lokal, jede Marke
Ich binde an, stelle ein und übergebe die Doku. Mehr unter Home Assistant vom Profi.
So entscheidest du
Zwei Fragen reichen meistens: Baust du neu, oder wohnst du schon? Und läuft im Haus bereits Loxone?
Neubau oder Kernsanierung
Der Elektriker verdrahtet nach meinem Plan
Bestand
Es läuft schon etwas, nichts soll weggeworfen werden
- Loxone
- Home Assistant
- Loxone bleibt, Home Assistant daneben
Bei einer Neuplanung gibt es drei Wege: alles Loxone, Home Assistant mit KNX, Bosch Smart Home oder Homematic IP, oder Loxone als Basis und Home Assistant als gemeinsame Oberfläche, verbunden über meine Loxone-Integration. Wie der Bestand ohne Stemmen smart wird: Smart Home im Altbau.
Im Vergleich
Sechs Punkte, auf die es im Alltag ankommt.
Bedienung
- Loxone
- Loxone-App und Touch-Taster, überall gleich.
- Home Assistant
- App und Dashboards nach Wunsch, Taster je nach Hersteller.
Wartung
- Loxone
- Läuft jahrelang ohne Eingriff. Umbauten am Aufbau macht der Partner.
- Home Assistant
- Läuft genauso stabil, auf Wunsch mit Wartung durch mich.
Fernzugriff
- Loxone
- Loxone Cloud-DNS oder VPN.
- Home Assistant
- Tailscale, ein VPN ohne Portfreigabe am Router.
Updates
- Loxone
- Über den Partner, wenn eine neue Funktion gebraucht wird.
- Home Assistant
- Freiwillig. Ohne Update ändert sich nichts.
Geräteauswahl
- Loxone
- Eigenes Sortiment über Tree und Air, Fremdgeräte mit Aufwand.
- Home Assistant
- Über 2.000 Gerätetypen. Hersteller direkt lokal, Modbus zweite Wahl, Cloud dritte.
Kosten-Logik
- Loxone
- Keine Lizenz, die Hardware ist der Preis.
- Home Assistant
- Software frei, kleine Zentrale. Im Bestand günstiger, weil nichts weggeworfen wird.
Detailtabelle: Hardware, Lizenz, wer programmiert, Support
| Kriterium | Loxone | Home Assistant |
|---|---|---|
| Hardware | Miniserver im Verteiler, eigenes Sortiment über Tree und Air | Home Assistant Green oder Mini-PC, Geräte beliebiger Hersteller |
| Lizenz | Keine laufende Lizenz, Hardware ist der Preis | Keine, Software ist frei |
| Wer programmiert | Loxone-Partner mit Loxone Config | Ich, über die Oberfläche |
| Änderungen später | Vieles selbst in der App, Umbauten über den Partner | Vieles selbst in der App, Umbauten durch mich |
| Fremdgeräte | Über Modbus, Schnittstellen und Umwege, mit Aufwand | Kernstärke, über 2.000 Gerätetypen |
| Energiemanagement | Gut mit Loxone-Komponenten und angebundener Wärmepumpe | Sehr gut, Wechselrichter und Wärmepumpen meist direkt anbindbar |
| Support | Hersteller und Partner, Anlage abhängig vom Partner | Community, Doku, auf Wunsch Wartung durch mich |
Was du selbst einstellst
Beide Systeme sind laienfreundlich. Im Alltag brauchst du niemanden, bei Loxone den Partner erst, wenn sich am Aufbau etwas ändert.
Zeiten
Wann die Heizung morgens hochfährt, wann das Licht im Flur abends ausgeht.
Szenen
Abend, Lesen, Alles aus: welche Lichter und Rollläden dazugehören.
Temperaturen
Solltemperatur je Raum, Komfort und Absenkung, Urlaubsmodus.
Beschattung
Ab wann die Automatik bei Sonne schließt und wie weit.
Was kosten Loxone und Home Assistant?
Für Loxone berücksichtige ich Planung, Integration und Hardware nach Stückliste. Bei Home Assistant kommen die Zentrale, Einrichtung und Integration zusammen; Lizenzgebühren fallen nicht an. Beide Lösungen kalkuliere ich individuell nach Umfang. Im Bestand ist Home Assistant meist günstiger, weil vorhandene Geräte weiterlaufen.
Planung und Integration für ein Einfamilienhaus nach individuellem Angebot.
Loxone-Hardware nach Stückliste, je nach Umfang.
Starterpaket mit Zentrale, Einrichtung, Anbindung der Geräte, Dashboards und Einweisung nach individuellem Angebot.
Die Zentrale wird passend zur Anlage ausgewählt, eine Lizenz gibt es nicht. Wartung auf Wunsch nach Vereinbarung.
Im Bestand ist Home Assistant günstiger, weil vorhandene Geräte weiterlaufen. Im Neubau ist der Unterschied kleiner, weil Taster, Aktoren und Sensoren in beiden Fällen gekauft werden.
Die Nachteile, die dir keiner sagt
Sortiment und Partner
Du bist an ein Sortiment und einen Partner gebunden. Ist der Installateur nicht mehr erreichbar, muss jemand die Konfiguration übernehmen, einer der häufigsten Gründe, warum Leute bei mir anrufen.
Kein Sortiment für den Verteiler
Im Neubau braucht es trotzdem eine Basis für Licht und Beschattung, die der Elektriker verdrahtet: Loxone, KNX, Bosch Smart Home oder Homematic IP. Und jemanden, der Home Assistant sauber einrichtet. Mit meiner Loxone-Integration lassen sich beide Welten kombinieren: Loxone steuert Licht und Beschattung, Home Assistant führt die Anlage mit allen anderen Geräten in einer Oberfläche zusammen.
Beide Systeme laufen ohne Cloud. Wer dir erzählt, Loxone brauche das Internet oder Home Assistant sei unsicher, weil es offen ist, hat sich beides nicht angeschaut.
Kombinieren: nur bei einem gewachsenen Loxone-Haus
Ein Haus läuft seit Jahren mit einem Miniserver Gen 1, ist gewachsen, aber die Software ist eingefroren, weil der Partner weg ist oder der Miniserver nichts Neues mehr bekommt. Dann bleibt Loxone für alles, was läuft, und Home Assistant kommt daneben für Neues.
Details im Ratgeber Loxone Miniserver Gen 1, der PV-Überschuss im Ratgeber PV-Überschuss richtig nutzen und unter Energiemanagement.
Wenn du unsicher bist, schau ich es mir an: beim Neubau anhand des Plans, im Bestand beim Smart-Home-Check vor Ort, der auf einen Folgeauftrag angerechnet wird.

