Ratgeber · Loxone im Bestand

Loxone Miniserver Gen 1: weiter nutzen, tauschen oder ergänzen?

Dein Haus läuft seit Jahren mit Loxone, aber der Partner von damals ist weg, PV und Wallbox hängen nicht dran, und die App wirkt alt. Nichts davon ist ein Notfall. Nur die Projektdatei solltest du bald sichern lassen. Der Zeitstrahl zeigt, wo dein Miniserver heute steht.

Zeitstrahl: Gen 1 kommt ins Haus, 2019 löst der Gen 2 ab, seither keine neuen Funktionen, heute läuft die Anlage weiterdamalsMiniserver Gen 1 kommt ins Haus2019Miniserver Gen 2 löst Gen 1 abseitherkeine neuen Funktionen für Gen 12026heute: Anlage läuft weiterAnlage läuftohne neue Funktionen
Ein Haus mit Miniserver Gen 1 läuft weiter wie bisher, bekommt aber keine neuen Funktionen mehr.

Deine Anlage ist nicht kaputt

Der Miniserver arbeitet komplett lokal, ohne Cloud. Solange niemand etwas ändert, laufen Licht, Beschattung und Heizung morgen genauso wie heute. Das einzige echte Risiko ist die Hardware: Nach vielen Jahren im Verteiler kann das Gerät ausfallen, und ohne gesicherte Projektdatei wird ein Ersatz komplett neu programmiert.

Woran du merkst, dass der Gen 1 an seine Grenze kommt

Vier Dinge höre ich immer wieder. Keines ist ein Defekt, alle haben denselben Grund.

Was du in der App selbst kannst

Viel mehr, als die meisten denken. Zeiten, Szenen und Solltemperaturen sind Einstellungen der Bausteine, keine Programmierung, dafür brauchst du keinen Partner. Nur was in Loxone Config passiert, braucht Projektdatei und Admin-Zugang.

Selbst in der Loxone-App

  • Zeiten für die Beschattung
  • Lichtszenen
  • Solltemperatur je Raum
  • Abwesenheit und Urlaubsmodus
  • Verhalten der Jalousien bei Sonne

Nur mit Loxone Config

  • Neue Geräte und Räume
  • Geänderte Logik
  • Wallbox oder Wärmepumpe anbinden
  • Ersatz eines Miniservers

Bei der Übernahme zeige ich dir, wo diese Stellschrauben sitzen.

Zwei Wege, die weiterführen

Vorher passiert immer dasselbe: Projekt vom Miniserver laden, sichern, Anlage dokumentieren. Danach entscheidet sich, ob Home Assistant daneben kommt oder ein aktueller Miniserver den Gen 1 ersetzt.

Weg A

Gen 1 bleibt, Home Assistant daneben

Loxone macht weiter Licht, Beschattung und Raumregelung. Home Assistant übernimmt alles Neue: Wechselrichter, Wärmepumpe, Wallbox, Speicher, Matter- und Zigbee-Geräte. Verbunden über meine eigene Loxone-Integration von der Downloads-Seite.

Weg B

Umstieg auf den aktuellen Miniserver

Verkabelung, Extensions und Air-Komponenten bleiben. Ich migriere das Projekt, prüfe jeden Baustein und nehme die Anlage wieder in Betrieb. Danach hast du die aktuelle App und die Energiebausteine, alles in Loxone.

Technik-Details: Was bleibt, was neu wird
WegWas bleibtWas neu wird
ÜbernahmeGen 1, Verkabelung, Extensions, ProgrammierungSicherung, Dokumentation, kleine Änderungen
Weg AKomplette Loxone-Anlage, eingefrorenHome Assistant für PV, Wallbox, Wärmepumpe, neue Geräte
Weg BVerkabelung, Extensions, Air-Komponenten, migriertes ProjektMiniserver, aktuelle App, Energie in Loxone

Auch im neu geplanten Loxone-Haus kann Home Assistant über die Integration als gemeinsame Oberfläche dazukommen. Mehr unter Loxone planen, programmieren, nachbetreuen. Die Abwägung zwischen beiden Systemen im Detail steht im Ratgeber Loxone oder Home Assistant: Vergleich für Neubau und Bestand.

So sieht Gen 1 mit Home Assistant daneben aus

Grün bleibt alles, was heute läuft, bis zum letzten Taster. Blau kommt Home Assistant dazu und bindet die neuen Geräte direkt und lokal ein. Die Integration verbindet beide Seiten im Hausnetz, Licht und Beschattung aus Loxone tauchen auch im Dashboard von Home Assistant auf.

Architektur: Miniserver Gen 1 mit Extensions und Tastern bleibt, Home Assistant daneben bindet Wechselrichter, Wärmepumpe, Wallbox und neue Geräte einBESTAND · BLEIBTMiniserver Gen 1Loxone, seit Jahren im VerteilerExtensions im VerteilerTasterLichtBeschattungHeizung undRaumregelungLoxone-Integration, lokal im HausnetzNEU · KOMMT DAZUHome Assistantkleiner Rechner, lokal im HausApp und Dashboard am HandyWechselrichterund SpeicherWärmepumpeWallboxMatter- undZigbee-Geräte
  • Bestand, bleibt unverändert
  • Neu, hängt an Home Assistant
  • Verbindung im Hausnetz
Die Verbindung läuft lokal, ohne Cloud und ohne Portfreigabe im Router.
Technik-Details: Home Assistant als Profi-System

Kein Selbstbau: Ich richte Home Assistant mit Backups und Fernzugriff über Tailscale ein, auf Wunsch mit Wartung nach Vereinbarung. Updates sind freiwillig, ohne Update ändert sich nichts. Geräte binde ich direkt über die lokale Herstellerschnittstelle ein, Modbus ist die zweite Wahl, Cloud die dritte. Details zum Starterpaket unter Home Assistant vom Profi. Die Überschusslogik erklärt der Ratgeber PV-Überschuss richtig nutzen.

So läuft es ab

Fünf Schritte in dieser Reihenfolge. Der erste ist bei jedem Weg gleich, zwei bis vier gelten für Weg A.

  1. Bestandsaufnahme

    Projekt vom Miniserver laden, sichern, Extensions und Bausteine dokumentieren.

    Backup zuerst
  2. Home Assistant aufsetzen

    Kleiner Rechner im Technikraum, Backups, Fernzugriff über Tailscale.

    lokal, ohne Cloud
  3. Integration verbinden

    Loxone-Integration einrichten. Räume, Licht und Beschattung erscheinen in Home Assistant.

    im Hausnetz
  4. Neue Geräte anbinden

    Wechselrichter, Wärmepumpe, Wallbox, Matter- und Zigbee-Geräte, dazu die Überschusslogik.

    Hersteller direkt, lokal
  5. Übergabe

    Dashboard, Einweisung in beide Apps, Dokumentation. Zeiten und Szenen stellst du danach selbst ein.

    du bleibst unabhängig

Bei Weg B sind die Schritte zwei bis vier ein einziger: Projekt migrieren, Miniserver tauschen, wieder in Betrieb nehmen. Besser vor dem Ausfall des alten Geräts als danach. Wie eine Nachrüstung allgemein abläuft, steht unter Smart Home nachrüsten; läuft im Haus statt Loxone eine alte KNX-Anlage, gilt der Ratgeber Alte KNX-Anlage modernisieren mit Home Assistant.

Was du vor dem Termin bereitlegen solltest

Je mehr da ist, desto schneller geht die Übernahme. Ohne Admin-Zugang und Projektdatei frage ich zuerst beim früheren Partner oder Elektriker nach, erst danach reden wir über eine Neuprogrammierung.

Nichts davon brauchst du für die erste Anfrage, das klären wir am Telefon oder per Nachricht.

Technik-Details: Wo Zugang und Projektdatei liegen

Admin-Zugang: Benutzername und Passwort des Administrators, damit lädt sich das Projekt direkt vom Miniserver. Projektdatei: oft auf einem USB-Stick oder in einer Mail vom damaligen Partner; mit Zugang hole ich sie auch ohne Datei vom Miniserver. Verteilerfoto: zeigt mir Extensions sowie Ein- und Ausgänge.

Wenn du nicht weißt, was im Verteiler steckt, komme ich zum Smart-Home-Check vor Ort, anrechenbar auf einen Folgeauftrag. Danach weißt du, welcher Weg passt und was er kostet.

Was kostet die Übernahme eines Miniservers Gen 1?

Der erste Schritt ist immer der Smart-Home-Check vor Ort, dabei sichere ich das Projekt und dokumentiere die Anlage. Danach bekommst du einen Festpreis für Übernahme, Umstieg auf den aktuellen Miniserver oder Home Assistant daneben, mit Aufwandschätzung vorab. Home Assistant als Starterpaket und Wartung biete ich auf Wunsch individuell an.

Kennst du jemanden, dem das hilft? Schick den Ratgeber weiter.

Häufige Fragen

Muss ich den Miniserver Gen 1 tauschen?

Nein, nicht sofort. Der Miniserver Gen 1 läuft lokal weiter, solange die Hardware hält. Er bekommt nur keine neuen Funktionen mehr. Ein Tausch ist sinnvoll, wenn du die aktuelle App und die neuen Energiefunktionen willst oder wenn das Gerät nach vielen Jahren an sein Ende kommt.

Bekommt der Miniserver Gen 1 noch neue Funktionen?

Nein. Der Gen 1 ist seit 2019 durch den Miniserver Gen 2 abgelöst, und neue Funktionen der Loxone-Software kommen für ihn nicht mehr. Was programmiert ist, bleibt erhalten. Neue Bausteine, etwa für das Energiemanagement, gibt es nur mit dem Gen 2.

Mein Loxone-Partner ist nicht mehr erreichbar. Kannst du die Anlage übernehmen?

Ja. Ich lade das Projekt vom Miniserver, sichere es, dokumentiere die Anlage und setze deine Wünsche um. Du bekommst vorher eine Aufwandschätzung. Danach zeige ich dir, was du in der Loxone-App selbst einstellen kannst, damit du für Zeiten, Szenen und Temperaturen niemanden brauchst.

Kann ich PV und Wallbox an den alten Miniserver anbinden?

Nur eingeschränkt, weil die aktuellen Energiefunktionen von Loxone für den Gen 1 nicht mehr kommen. Zwei Wege führen weiter: der Umstieg auf den Miniserver Gen 2, bei dem Verkabelung und Extensions bleiben, oder Home Assistant daneben, das Wechselrichter und Wallbox direkt anbindet und Loxone über meine Integration mitnimmt.

Was ist, wenn ich kein Admin-Passwort mehr habe?

Dann lässt sich das Projekt nicht vom Miniserver laden. Zuerst frage ich beim früheren Partner oder Elektriker nach Zugang oder Projektdatei, oft liegt sie noch irgendwo. Erst wenn beides nicht zu bekommen ist, bleibt ein Zurücksetzen mit Neuprogrammierung. Das ist der aufwendigste Fall, deshalb lohnt sich die Suche.

Frag mich direkt

Schreib mir, welcher Miniserver verbaut ist, seit wann die Anlage läuft und was dazukommen soll. Ob du Admin-Zugang und Projektdatei hast, hilft mir bei der Einschätzung. Ich melde mich innerhalb von zwei Werktagen.

Ing. Thomas Basting

Ing. Thomas Basting, Mechatroniker und Smart-Home-Integrator, Edt bei Lambach

Ich beantworte jede Anfrage selbst, innerhalb von zwei Werktagen.

Deine Daten werden nur zur Beantwortung der Anfrage verwendet. Datenschutzerklärung